Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Ortsgemeinschaft KKV HANSA Münster

Die Reise des KKV Hansa Münster in die „Fränkische Schweiz“

Ein Bericht von Gerhard Fricke

Allerbestens gelaunt und mit ausreichend Gepäck ausgestattet, trafen sich am Montag, 15. September vierzehn KKVer am Busbahnhof in Münster.
Pünktlich um 09:07 MEZ ging im „Midi-Bus“ die Fahrt in Richtung Bamberg los. Die freien Straßen, sowie unser netter und umsichtiger Fahrer Frank sorgten dafür, dass wir trotz zweier Pausen am frühen Nachmittag unser Hotel »Residenzschloss Bamberg« (dieses war früher mal ein Spital, welches als Krankenhaus und Altenheim genutzt wurde), erreichten. Nach Bezug der Zimmer konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eine erste, kleine Stadtbesichtigung machen und auch diverse Köstlichkeiten der fränkischen Küche und Braukunst testen, ehe es zum Abend hin, nach üppigem Hotel-Büffet, zur wohlverdienten Ruhe ging, um sich von der Anreise zu erholen und für den nächsten Tag fit zu sein.
Am Dienstagmorgen fuhren wir in Begleitung unseres sehr kompetenten Reiseführers, der die historischen Aspekte häufig mit kleinen Anekdoten und aktuellem Bezug ausschmückte, nach Staffelstein, dem Geburtsort von Adam Ries[e], dem „Vater des modernen Rechnens”. Im Anschluss folgten die Besichtigung der Basilika »Vierzehnheiligen« und eine Führung im »Benediktinerkloster Banz«.
Nach einem Mittagsimbiss mit herrlichem Blick in die sonnige Herbstlandschaft fuhren wir zurück nach Bamberg, um in einer Altstadtführung neben »Klein-Venedig« auch die anderen Schönheiten der oberfränkischen Stadt kennenzulernen. Der Aufstieg zum Dom, die Besichtigung des Rosengartens und der tolle Blick über die dicht an dicht bebaute Altstadt ließen den Tag kulturell ausklingen.

Der Mittwoch brachte uns nicht nur den üblichen strahlenden Sonnenschein, sondern auch eine interessante Tour nach Ebrach. Dort, in dem im Jahr 1127 gegründeten und 1803 säkularisierten Zisterzienserkloster, befindet sich bereits seit 1958 eine Jugendstrafanstalt für die etwas „härteren“ Fälle. Neben dem Zellen-, Werkstatt- und Verwaltungstrakt ist hier auch der »Kaisersaal«, welcher ausreichend Platz für kulturelle Veranstaltungen oder sogar Hochzeitsfeiern bietet.
Unser nächstes Ziel war der malerische Ort Volkach, wo Zeit für einen kleinen Imbiss war, ehe wir mit einer 90-minütigen Schifffahrt den Main auf- und abwärts fuhren. Feucht ging es auch mit einer bekömmlichen Weinprobe in Wiesentheid weiter, um neben Informationen zum Anbau, die Vorzüge fränkischen Weines kennenzulernen. Nach Bevorratung für den heimischen Weinkeller fuhren wir zum Abendbuffet zurück in unser Hotel nach Bamberg.
Der Donnerstag brachte uns ein wenig Verwirrung, als nach dem ausgiebigen Frühstück zwar unser Bus, nicht aber unser Reiseführer erschien - das Missverständnis klärte sich, und via „Shuttle-Service“ durch seine Chefin erreichte uns ein ausgeruhter und ortskundiger Reisebegleiter.
Mit etwas Verzögerung fuhren wir bei spätsommerlichen Temperaturen quer durch die »Fränkische Schweiz« in Richtung Bayreuth und konnten sehr viel von der romantischen Landschaft sehen. In Bayreuth angekommen, fiel leider die Besichtigung der Barockoper aus, da diese gerade restauriert wird. Am Festspielhaus konnten wir uns einer anderen Gruppe anschließen und kamen so zu einer sehr interessanten Führung, welche uns nicht nur auf die Bühne, sondern auch in den Orchestergraben brachte. Ein Gang durch den »Bayreuther Hofgarten« führte uns dann zur »Villa Wahnfried«, die leider ebenfalls gerade eine Großbaustelle war.
Die Mittagszeit in Bayreuth brachte uns in die Fußgängerzone mit ihren diversen Lokalen und fast genauso vielen Richard-Wagner-Skulpturen in sämtlichen Regenbogenfarben. Ein Besuch der »Eremitage« mit ihren Wasserspielen und weiträumigen Parkanlagen rundete unseren Bayreuth-Trip sehr zufriedenstellend ab. Erneut ging es mit dem Bus durch die Sehenswürdigkeiten der »Fränkischen Schweiz« hin zum »Schloss Wiesenthau«, wo wir anstelle des üblichen Abendbuffets ein Essen im Restaurant „Zeitsprung“ gebucht hatten. Mit diesem gemütlichen Beisammensein klang ein wunderbarer Tag gebührend aus.
Am Freitag mussten wir von unserer schönen Unterkunft und der nicht minder attraktiven Stadt Bamberg Abschied nehmen. Zum Mittag war ein längerer Halt in Kassel Wilhelmshöhe geplant, welcher zur Parkbesichtigung mit diversen Sehenswürdigkeiten (darunter der »Herkules-Statue«) oder einfach nur zur ausgiebigen Mittagspause genutzt werden konnte. Im letzten Drittel unseres Reiseweges wurde das Wetter deutlich schlechter, doch trafen wir ganz planmäßig und wohlbehalten in Münster wieder ein.

Als Fazit bleibt die Erinnerung an eine schöne Woche in Oberfranken, die Erkenntnis, dass mit der einzigen Sonnenwoche des Septembers, diese uns ganz wunderbar begleitet hat und natürlich schlussendlich das Wissen, dass ohne eine so hervorragende Organisation des Ganzen durch Bernhard Günther sich uns vieles nicht so tief erschlossen hätte und wohl auch nicht alles so glatt und reibungslos gelaufen wäre.

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